Droht ein Börsencrash? Die Geschichte zeigt die Risiken für Anleger

28.10.2026 Vijesti

Die Sorge, dass sich rund um künstliche Intelligenz (KI) eine Anlageblase bildet, beunruhigt Anleger zunehmend. Sollte diese Blase platzen, könnte dies einen starken Rückgang der Aktienkurse auslösen und den Wert von Anlagen in Fonds, die den US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 abbilden, erheblich verringern.

Dem im vorliegenden Text beschriebenen Szenario zufolge könnte eine Investition von 10.000 US-Dollar in einen börsengehandelten Fonds (ETF), beispielsweise den Vanguard S&P 500 ETF, bis Ende 2027 nur noch etwa 7.000 US-Dollar wert sein, falls der Markt um rund 30 Prozent einbrechen sollte. Dies berichtet The Motley Fool.

Dabei handelt es sich um eine Veranschaulichung eines möglichen Verlusts auf Grundlage historischer Marktrückgänge und nicht um eine verlässliche Prognose. Der Autor betont, dass ein negatives Szenario nicht die einzige Möglichkeit ist, und kündigt eine Betrachtung einer historisch günstigen Phase für Aktien an. Dieser Teil der Analyse ist im vorliegenden Auszug jedoch nicht enthalten.

Wie lange dauerten frühere größere Börseneinbrüche?

Den im Text angeführten Daten von First Trust und Bloomberg zufolge dauerte eine durchschnittliche Hausse seit 1942 mehr als vier Jahre.

Im Gegensatz dazu dauerte eine durchschnittliche Baisse, also ein Bärenmarkt, etwas mehr als elf Monate. Der durchschnittliche kumulierte Verlust während dieser Phasen betrug 31,7 Prozent.

Historische Daten zeigen somit, dass Marktabschwünge in der Regel kürzer waren als Aufschwungphasen, jedoch stark genug ausfielen, um den Wert von Anlageportfolios erheblich zu verringern.

Die durchschnittliche Dauer und das Ausmaß früherer Rückgänge lassen allerdings keine verlässlichen Rückschlüsse darauf zu, wann der nächste Abschwung beginnt, wie lange er dauern wird oder welche Folgen er haben könnte.

Warum wird der KI-Boom mit der Dotcom-Blase verglichen?

Der durch die Entwicklung künstlicher Intelligenz angetriebene Börsenaufschwung wird häufig mit dem Boom der Internetunternehmen und dem anschließenden Platzen der Dotcom-Blase verglichen.

Dem vorliegenden Text zufolge dauerte der damalige Bärenmarkt ungefähr anderthalb Jahre. Der S&P-500-Index verlor dabei fast 37 Prozent seines Wertes.

Der Autor weist jedoch auf Unterschiede zwischen der damaligen und der heutigen Marktstruktur hin.

Ende 1999, kurz vor dem Platzen der Blase, gehörten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu den zehn größten Positionen des Index. Dazu zählten Walmart, General Electric, Exxon Mobil, Citigroup und Home Depot.

Das bedeutete, dass sich die größten Unternehmen im Index nicht ausschließlich auf den Technologiesektor konzentrierten.

Könnte der hohe Anteil von Technologieunternehmen das Risiko erhöhen?

Dem Text zufolge machen Technologieaktien rund 40 Prozent des S&P-500-Index aus. Der Autor bringt zudem alle zehn größten Indexpositionen mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz in Verbindung.

Eine solche Konzentration könnte die Anfälligkeit des Index gegenüber Veränderungen der Anlegerstimmung in Bezug auf KI-Unternehmen erhöhen.

Sollten sich die Gewinnerwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz plötzlich deutlich verschlechtern, könnte ein Kursrückgang bei den größten Unternehmen den gesamten Index stark belasten. Der Autor zieht deshalb die Möglichkeit in Betracht, dass eine mögliche Korrektur heftiger ausfallen könnte als zu Beginn der Dotcom-Krise.

Dabei handelt es sich um eine Risikoeinschätzung und nicht um die Behauptung, dass ein solcher Rückgang zwangsläufig eintreten wird.

Was sagen die Bewertungen von Technologieaktien aus?

Dem Konzentrationsrisiko stellt der Autor die Einschätzung gegenüber, dass Technologieaktien anhand bestimmter Kennzahlen deutlich moderater bewertet sind als während des Dotcom-Booms.

Unter Berufung auf Reuters heißt es im Text, dass die Bewertung des Technologiesektors damals bis zum 48-Fachen der für die folgenden zwölf Monate erwarteten Gewinne erreichte.

Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne (Forward-KGV) wird im vorliegenden Auszug auf etwa 19 geschätzt.

Daraus schließt der Autor, dass ein höheres Engagement in Technologieunternehmen heute mit weniger überzogenen Bewertungen verbunden ist als während der Internetblase.

Als zusätzliches Argument führt der Autor Daten von Yardeni Research an. Demnach liegt das PEG-Verhältnis des S&P 500 bei etwa 0,7 und damit auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren.

Das PEG-Verhältnis setzt in diesem Zusammenhang das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das auf den Gewinnen basiert, ins Verhältnis zur erwarteten Gewinnwachstumsrate.

Den gleichen Angaben zufolge ist dies erst das fünfte Mal seit mindestens 1995, dass die Kennzahl unter eins gefallen ist. Ihr Durchschnittswert liegt bei etwa 1,3.

Der vorliegende Text hebt somit zwei gegensätzliche Faktoren hervor: Einerseits die starke Konzentration des Index auf Unternehmen, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind, und andererseits Bewertungskennzahlen, die den zitierten Daten zufolge moderater erscheinen als während der Dotcom-Blase.

Keiner dieser Faktoren allein ermöglicht eine verlässliche Aussage darüber, welchen Wert eine Investition Ende 2027 haben wird.

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