Fachkräfte werden zum Schlüsselfaktor der wirtschaftlichen Entwicklung

11.12.2025 Vijesti

Der Telekommunikationssektor, die Metallverarbeitung und die pharmazeutische Industrie haben sich zu den stärksten Treibern des Lohnwachstums in der Republik Srpska entwickelt.

Nach einer Analyse des Portals MojPosao.ba verzeichnen diese Branchen Lohnsteigerungen von 20 bis 37 Prozent. Ökonomen und Wirtschaftsvertreter interpretieren diesen Anstieg als direkte Folge des intensiven Wettbewerbs der Unternehmen um qualifizierte Arbeitskräfte sowie der Stärkung exportorientierter Industrien.

Telekommunikation und Industrie führen das Lohnwachstum in der Republik Srpska an

Laut der Analyse ist der durchschnittliche Lohn in Bosnien und Herzegowina in diesem Jahr um neun Prozent gestiegen, während einzelne Sektoren in der Republik Srpska deutlich überdurchschnittliche Zuwächse erzielten:

•    Telekommunikation – 37,18 %

•    Metallverarbeitende Industrie – 29,48 %

•    Chemische und pharmazeutische Produktion – 20,92 %

Während in der Föderation Bosnien und Herzegowina die größten Lohnzuwächse im Finanzdienstleistungssektor, im Einzelhandel und in der Textilindustrie verzeichnet werden, dominieren in der Republik Srpska technologieorientierte, verarbeitende und pharmazeutische Branchen mit stabiler Nachfrage und hohem Exportpotenzial.

Der Präsident der Wirtschaftskammer der Republik Srpska, Goran Račić, erklärt, dass der Lohnanstieg eine natürliche Folge des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs um qualifizierte Fachkräfte sei:

„Der Markt hat die Notwendigkeit vorgegeben, die Löhne auf ein Niveau anzuheben, das den Verbleib qualifizierter Arbeitskräfte ermöglicht und einen reibungslosen Geschäftsbetrieb sicherstellt. Dies ist besonders deutlich in der pharmazeutischen Industrie und in Branchen mit hoher Nachfrage zu erkennen“, erklärte Račić gegenüber der Zeitung Glas.

Seinen Worten zufolge zählen derzeit die pharmazeutische Produktion, die Telekommunikation, die IT-Branche sowie ein breites Spektrum an Dienstleistungen zu den vielversprechendsten Sektoren, während die verarbeitende Industrie weiterhin das Rückgrat der Exporte der Republik Srpska bildet.

Wirtschaftskammer fordert stärkere Anreize für Hochtechnologien

Račić betont, dass die Wirtschaftskammer aktiv an der Vorbereitung des Haushalts der Republik Srpska für das kommende Jahr beteiligt ist und auf eine Erhöhung der Mittel für Hochtechnologien und Investitionen drängt. Vorgeschlagen werden unter anderem:

•    eine Erhöhung der Fördermittel für Hochtechnologien von 24 auf 40 Millionen KM,

•    10 Millionen KM für lokale Gemeinschaften zur Entwicklung von Industrie- und Gewerbezonen,

•    20 Millionen KM zur Unterstützung von Investoren und speziellen Investitionsprogrammen.

„Entscheidend ist, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Exporteure zu verbessern und die Entwicklung von Unternehmen zu beschleunigen, die globale Trends verfolgen“, betonte Račić.

Der Wirtschaftswissenschaftler Aleksandar Ljuboja weist darauf hin, dass sich die Lohnentwicklung je nach Struktur der heimischen Wirtschaft und globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterschiedlich auswirkt:

„Wenn das Wachstum auf einer steigenden Produktionsmenge und stabiler Nachfrage beruht, ist das ein positives Signal. Wird der Lohnanstieg jedoch durch Arbeitskräftemangel oder außerwirtschaftliche Faktoren erzwungen, kann dies negative Auswirkungen auf den Markt haben“, erklärt Ljuboja.

Zugleich warnt er, dass die Prognosen aufgrund geopolitischer Spannungen, energiepolitischer Herausforderungen und der Volatilität internationaler Märkte mit Unsicherheiten behaftet seien.

Pläne für einen stärkeren internationalen Auftritt heimischer Unternehmen

Die Wirtschaftskammer der Republik Srpska arbeitet – so Račić – auch an der Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie an einer stärkeren Präsenz heimischer Unternehmen auf internationalen Messen und Märkten.

„Unser Ziel für das kommende Jahr ist ein deutlich stärkerer internationaler Auftritt einheimischer Unternehmen und eine intensivere Förderung der heimischen Industrie“, fasste Račić zusammen.

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